Adoption

Der Moment, in dem
er begreift, dass er
bleiben darf.

Den kann man schlecht beschreiben. Man sieht ihn — irgendwann in den ersten Wochen, wenn ein Hund zum ersten Mal auf dem Rücken schläft.

Hunde kennenlernen Wie es abläuft

Ein Hund, der in seiner Familie angekommen ist

Erfahrungen

Sie haben es getan.

Menschen, die einen unserer Hunde aufgenommen haben — und erzählen, wie es wirklich war.

  • Manchmal muss man ohne Angst auf sein Herz hören und aus einer Liebe auf den ersten Blick wird die ganz,ganz große Liebe❣️ Claudia Saarland · mit Melody…ehemals Keka, Seit Juni 2024
  • Wir haben uns einen Mali gewünscht, jedoch wollten wir auch etwas gutes tun. Daher haben wir uns für ein Tierschutzhund entschieden. Wir haben vor dem ersten kennenlernen telefoniert und dort schon sehr viel über Erna erfahren. Bei dem kennenlernen, traf fast alles aus dem Vorgespräch zu, es wurde so vorsichtig und auf Sicherheit berichtet. So das wir sagen, sofort wieder. Vielen Dank dafür! Philipp und Lilly Hessen · mit Erna, 08/2026
  • Unser Hund kam nach sehr guter Betreuung durch die tolle WhatsApp Gruppe zu uns, er ist genauso wie beschrieben. Die Abholung war total herzlich und schön organisiert. Nun ist er seit zwei Wochen bei uns und wir sind top zufrieden. Ein sehr gesunder Hund mit einem tollen Charakter. Ina Niedersachsen · mit Pino, 08‘2026

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Schritt für Schritt

So läuft eine Adoption ab.

Wir vermitteln keine Tiere auf Zuruf. Jeder Schritt hat einen Grund — er schützt den Hund und dich vor einer Entscheidung, die später niemand tragen kann.

  1. Du meldest dich

    Über das Formular auf dem Hundeprofil oder direkt per Selbstauskunft. Erzähl uns von dir, deinem Alltag und deinem Zuhause.

  2. Wir sprechen miteinander

    Telefonisch oder per Video. Wir erzählen ehrlich, was der Hund mitbringt — auch das Unbequeme. Und du fragst alles, was du wissen willst.

  3. Vorkontrolle

    Jemand aus unserem Netzwerk besucht dich zu Hause. Es geht nicht um Quadratmeter oder Ordnung, sondern darum, ob der Hund zu deinem Leben passt.

  4. Schutzvertrag und Schutzgebühr

    Der Vertrag regelt, dass der Hund zu uns zurückkommt, falls es nicht klappt — er landet nie im Tierheim. Die Schutzgebühr beträgt in der Regel 450 € und deckt einen Teil unserer Kosten. Was genau darin steckt.

  5. Transport nach Deutschland

    Mit allen Papieren, Impfungen, Chip und gültigem EU-Heimtierausweis. Wir sagen dir rechtzeitig, wann und wo du deinen Hund in Empfang nimmst.

  6. Ankommen — und danach

    Die ersten Wochen sind für jeden Auslandshund eine Umstellung. Wir bleiben erreichbar, so lange du uns brauchst. Auch nach einem Jahr noch.

Wichtig zu wissen: Nicht jede Anfrage führt zu einer Vermittlung. Wenn wir absagen, liegt das nie daran, dass wir dich für einen schlechten Menschen halten — sondern daran, dass dieser eine Hund etwas anderes braucht.

Transparenz

Was in der Schutzgebühr steckt.

In der Regel 450 € pro Hund. Je nach Alter, Geschlecht und medizinischem Aufwand kann sie im Einzelfall abweichen.

Die Schutzgebühr ist kein Kaufpreis — und sie deckt unsere tatsächlichen Kosten häufig nicht vollständig.

Eine einzelne Transportfahrt nach Deutschland kostet uns mittlerweile rund 3.500 €. Bei durchschnittlich zwölf Hunden pro Fahrt sind das allein knapp 292 € Transportkosten pro Hund — bevor der Hund auch nur einen Tierarzt gesehen hat.

Was außerdem enthalten ist

Chip und Registrierung

Damit er ein Leben lang zuzuordnen ist.

Alle notwendigen Impfungen

Einschließlich EU-Heimtierausweis.

Entwurmung und Flohbehandlung

Vor der Ausreise, verpflichtend.

Kastration ab sechs Monaten

Hündinnen sind teurer als Rüden, und die Größe des Hundes spielt eine Rolle.

Großes Blutbild ab einem Jahr

Damit nichts übersehen wird, was später teuer oder schmerzhaft wird.

Tierärztliche Versorgung

Und alle weiteren Behandlungen, die nötig werden.

Bei Welpen sind die Kosten teilweise geringer — sie können zum Beispiel noch nicht kastriert werden. Bei älteren Hunden können dagegen deutlich höhere Tierarztkosten angefallen sein.

Die 450 € sind deshalb als durchschnittliche Schutzgebühr zu verstehen. Sie ist ein Beitrag zu den Kosten, die uns für die Versorgung und die sichere Vermittlung eines Hundes entstehen — nicht deren Deckung. Die Differenz tragen Spenden und Fördermitglieder.

Damit du weißt, was kommt

Die ersten Wochen — ehrlich erklärt.

Ein Hund aus dem Auslandstierschutz kommt nicht an und ist glücklich. Er kommt an und versteht erst mal gar nichts. Das ist normal, es geht vorbei, und es hilft enorm zu wissen, was einen erwartet.

Die 3-3-3-Regel

Eine grobe Faustregel aus dem Tierschutz. Kein Naturgesetz, aber sie trifft bei erstaunlich vielen Hunden zu:

  1. Die ersten 3 Tage: Überforderung

    Alles ist neu — Gerüche, Geräusche, Boden unter den Pfoten. Viele Hunde fressen wenig, verstecken sich oder schlafen fast durchgehend. Lass ihn. Keine Besuche, keine langen Spaziergänge, kein Streichelzwang.

  2. Die ersten 3 Wochen: Ankommen

    Er beginnt, Abläufe zu verstehen. Jetzt zeigt sich der eigentliche Charakter — manchmal ein ganz anderer als am ersten Tag. Feste Routinen helfen mehr als jedes Training.

  3. Die ersten 3 Monate: Vertrauen

    Er weiß, dass er bleibt. Erst jetzt entspannt er wirklich. Und erst jetzt lohnt sich der Blick auf Erziehung im engeren Sinn.

Sicherheit geht in den ersten Wochen vor allem anderen

Der häufigste Grund, warum ein Auslandshund entläuft, ist Panik in den ersten Tagen — nicht Ungehorsam. Deshalb gilt am Anfang ausnahmslos:

Sicherheitsgeschirr

Ein Geschirr mit zwei bis drei Verschlüssen, aus dem er sich nicht herausdrehen kann. Ein normales Halsband reicht am Anfang nicht.

Doppelt gesichert

Leine an Geschirr und Halsband — mit zwei getrennten Karabinern. Wenn eins versagt, hält das andere.

Schleppleine statt Freilauf

Die ersten Wochen bleibt er angeleint. Auch wenn er brav wirkt. Ein Hund, der noch nicht weiß, wo sein Zuhause ist, findet nicht zurück.

Gesicherter Garten

Podencos und Galgos springen erstaunlich hoch und graben erstaunlich tief. Zaunhöhe und Unterkante vorher prüfen.

Was du vor der Ankunft besorgt haben solltest

Rückzugsort

Eine Box oder eine Decke in einer ruhigen Ecke, an die niemand geht — auch keine Kinder. Dieser Platz gehört ihm allein.

Das gewohnte Futter

Frag uns, was er bisher bekommen hat. Futterumstellung bitte erst nach ein bis zwei Wochen und dann langsam.

Tierarzttermin

Innerhalb der ersten Tage zum Kennenlernen — nicht erst, wenn etwas ist. Bring den EU-Heimtierausweis und die Testergebnisse mit.

Zeit

Wenn möglich, nimm dir die erste Woche frei. Nicht um zu bespaßen, sondern um einfach da zu sein.

Und wenn es schwierig wird: Ruf uns an. Nicht erst, wenn du am Ende bist. Die meisten Probleme in den ersten Wochen sind normal und lösen sich mit Geduld und ein paar Hinweisen von jemandem, der es schon hundertmal gesehen hat. Dafür sind wir da — kostenlos und ohne Zeitlimit.

Häufige Fragen

Sind Auslandshunde traumatisiert?

Manche haben Schlimmes erlebt, viele nicht. Die meisten sind schlicht Hunde, die nie ein Zuhause hatten und deshalb vieles nicht kennen — Treppen, Autos, Türen. Das ist kein Trauma, das ist fehlende Erfahrung. Und die lässt sich nachholen.

Was ist der Mittelmeertest?

Eine Blutuntersuchung auf Krankheiten, die im Süden vorkommen — etwa Leishmaniose, Ehrlichiose oder Herzwürmer. Alle unsere Hunde werden getestet, und du erfährst das Ergebnis vor der Entscheidung. Auch ein positiver Befund schließt ein gutes Leben nicht aus, verlangt aber Behandlung und Kontrolle.

Wie hoch ist die Schutzgebühr?

In der Regel 450 €. Je nach Alter, Geschlecht und medizinischem Aufwand kann sie im Einzelfall abweichen. Die vollständige Aufschlüsselung steht weiter oben unter „Was in der Schutzgebühr steckt".

Kann ich den Hund vorher kennenlernen?

Bei Hunden auf einer deutschen Pflegestelle ja. Bei Hunden in Spanien geht das meist nur per Video — dafür berichten die Menschen vor Ort, die ihn täglich erleben.

Ich habe schon einen Hund. Geht das?

Oft ja, und häufig ist es sogar leichter — ein souveräner Ersthund gibt Sicherheit. Auf jedem Profil steht, ob der Hund mit Artgenossen verträglich ist.

Ich habe noch nie einen Hund gehabt. Kommt das infrage?

Ja. Wichtiger als Erfahrung sind Zeit, Ruhe und die Bereitschaft, sich helfen zu lassen. Wir suchen dann gezielt einen unkomplizierten Hund für den Anfang.

Was passiert, wenn es doch nicht klappt?

Dann kommt der Hund zu uns zurück — das steht so im Schutzvertrag. Er landet niemals im Tierheim und niemals auf einer Kleinanzeigenseite. Sag uns früh Bescheid, oft lässt sich vorher noch etwas retten.

Bereit?

Der erste Schritt ist ein Formular.

Zehn Minuten. Danach sprechen wir miteinander — es wird nichts entschieden, bevor wir geredet haben.

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